Sie beherrschten die Medien in den letzten Monaten wie kaum eine andere Schlagzeile: „Dieselaffäre“ und „Fahrverbote“. Im Zusammenhang mit diesen Berichten fiel auch immer wieder der Begriff „EURO 6D Temp“. Doch was ist die EURO überhaupt und was unterscheidet die EURO 6D Temp von der EURO 6D? Wir werfen für Sie einen Blick hinter die Kulissen:

Eine kurze Geschichte der Abgasnormen
Im Jahr 1991 wurde die erste in der gesamten Europäischen Union gültige Abgasnorm für Fahrzeuge eingeführt (EURO 1). Seither werden diese Normen in regelmäßigen Abständen erneuert, um die zulässigen Grenzwerte für Schadstoffemissionen immer weiter zu reduzieren. Aktuell befinden wir uns in der EURO 6, die sich in mehrere Zwischenstufen gliedert:

  • Seit dem 1. September 2018 müssen alle Neuwagen die EURO 6C erfüllen, die ein Jahr zuvor eingeführt wurde. *)
  • Am 1. September 2019 wurde EURO 6D Temp für Neuwagen gültig.
  • Mit 1. Januar 2021 wird diese dann von der EURO 6D abgelöst.

*) Mit der Einführung der EURO 6C im Herbst 2017 wurde auch das WLTP-Messverfahren verpflichtend, um einheitliche Messwerte zu erhalten.

EURO 6D Temp als Zwischenstufe für EURO 6D
Derzeit ist also die EURO 6D Temp der Maßstab für die Autohersteller. Sämtliche Neuwagen müssen sich diesem Verfahren stellen und danach zertifiziert werden. Der Bonus: Alle Fahrzeuge, die diese Abgasnorm erfüllen, sollen von neuen Fahrverboten in Großstädten ausgenommen bleiben. Die Zusatzbezeichnung „Temp“ ist schlichtweg die Abkürzung für temporär. Es handelt sich demnach um eine vorübergehende Norm, eine Art Zwischenschritt, bis die strengere EURO 6D am 1.1.2021 in Kraft tritt.

Mit der EURO 6D Temp kam auch das RDE-Messverfahren (englisch für „Real Driving Emissions“). Mit diesem Spezialverfahren lassen sich Abgaswerte unter realistischen Bedingungen testen. Die geforderten Werte müssen dabei mit jeder konfigurierbaren Fahrzeugausstattung erreicht werden.

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