Am 16. Juli 2019 ist die Änderung der Anlage 8e der Fahrerlaubnis-Verordnung in Kraft getreten. Und wenn Ihr Führerschein vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, dann betrifft diese Änderung auch Sie. Denn damit sind Sie verpflichtet, Ihren aktuellen Führerschein gegen einen neuen umzutauschen. Warum das so ist, wie lange Sie für den Umtausch Zeit haben und was Sie dafür tun müssen, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum ein neuer Führerschein? Meiner ist noch gar nicht so alt...
Die EU möchte bis zum Jahr 2033 europaweit einheitliche und fälschungssichere Führerscheine einführen. Darüber hinaus sollen sämtliche Führerscheindaten in einer zentralen Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden. Die Anlage 8e der Fahrerlaubnis-Verordnung setzt die entsprechenden EU-Richtline in Deutschland um.

Wen betrifft der zwingend vorgeschriebene Führerschein-Umtausch?
Rund 43 Millionen deutsche Autofahrer besitzen einen Führerschein, der vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurde. Davon sind ein gutes Drittel Papierführerscheine (ausgegeben bis 31.12.1998) und der Rest Lenkerberechtigungen im Scheckkartenformat. Sie alle müssen den Umtausch gemäß einem zeitlichen Stufenplan vornehmen.

Was muss ich tun, um meinen Führerschein umzutauschen?
Für den Umtausch Ihres Führerscheins brauchen Sie

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass,
  • ein biometrisches Passfoto
  • den aktuellen Führerschein


Mit diesen Unterlagen wenden Sie sich an die Führerscheinbehörde Ihres gemeldeten Wohnsitzes. Für den Umtausch sind dann vor Ort noch 25 Euro Gebühr zu bezahlen. Eine Prüfung oder Untersuchung findet bei den normalen Pkw- und Motorradklassen nicht statt.
Ihren alten Führerschein dürfen Sie übrigens behalten, wenn Sie das aus nostalgischen Gründen wollen. Aber natürlich wird er durch eine Stanzung entwertet, so dass er nicht mehr verwendet werden kann.

Wann muss ich meinen Führerschein umtauschen?
Damit die zuständigen Führerscheinbehörden nicht unter einer Flut an Umtauschanträgen ertrinken, hat der Gesetzgeber eine zeitliche Staffelung der Umtauschfristen vorgesehen. Bei Papierführerscheinen hängen die Fristen vom Geburtsjahr des Inhabers ab (Tabelle 1), bei Scheckkarten-Führerscheinen vom Ausstellungsjahr (Tabelle 2).

Bitte beachten Sie, dass das Erteilungsdatum keine Rolle spielt. Entscheidend ist einzig und allein das Ausstellungsdatum, das Sie auf Ihrem Führerschein finden.

Sie können Ihren alten Führerschein auch schon jetzt umtauschen. Wichtig ist, dass Sie die letztgültige Frist nicht versäumen.

Was passiert, wenn ich den rechtzeitigen Umtausch übersehe?
Werden Sie nach dem für Sie gültigen, spätesten Umtauschdatum bei einer Verkehrskontrolle mit einem alten Führerschein angehalten, müssen Sie mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro rechnen. Drastischer als für Pkw- oder Motorrad-Fahrer ist die Versäumnis für Inhaber von Bus- und Lkw-Führerscheinen – sie begehen eine Straftat!

Im Ausland können abgelaufene Pkw- oder Motorrad-Führerscheine im Einzelfall zu erheblichen Problemen führen. Wie dieses Vergehen dann konkret geahndet wird, hängt vom jeweiligen Land ab.

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Tabelle 1
Mein Führerschein hat ein Ausstellungsdatum VOR dem 1.1.1999

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Tabelle 2
Mein Führerschein hat ein Ausstellungsdatum AB dem 1.1.1999

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