Gebrauchte Reifen können eine günstige und gute Alternative zum Kauf von Neureifen sein – sofern man sie nicht aus dubiosen Quellen bezieht, sondern sich an einen Fachhändler wendet oder zumindest den Vorbesitzer kennt. In jedem Fall sollten Sie drei wichtige „Charaktereigenschaften“ von Reifen beachten:

  • die Profiltiefe
  • den Reifenverschleiß
  • das Reifenalter

Schließlich gehören die Reifen zu den wichtigsten Sicherheits-Komponenten Ihres Fahrzeugs…

Die Profiltiefe
Ganz gleich, ob es sich um Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen handelt: In Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorgeschrieben. Wird dieser Wert durch Verschleiß erreicht, müssen die Reifen gewechselt werden. Empfohlen werden bei Sommerreifen 3 Millimeter und bei Winter- und Ganzjahresreifen 4 Millimeter Profiltiefe.

Die Profiltiefe ganz einfach messen
Während der Profi ein Profilmessgerät zur Hand nimmt, können Sie die Profiltiefe Ihrer Reifen auch MacGyver-mäßig mit einer 1-Euro-Münze kontrollieren. Stecken Sie dafür ganz einfach die Münze sowohl am Rand als auch in der Mitte in das Profil. Verschwindet der goldene Außenring im Profil, hat es eine Mindesttiefe von drei Millimetern.

Das Reifenalter
Im Gegensatz zur Profiltiefe existiert in Deutschland hinsichtlich des maximalen Reifenalters keine konkrete Anforderung. Sie können davon ausgehen, dass Reifen eine Lebensdauer von fünf bis sechs Jahren haben. Bei guter Pflege und Lagerung kann sich diese um ein bis zwei Jahre verlängern. Danach müssen Sie aber damit rechnen, dass die Gummimischung zu brüchig geworden ist und die Reifen ausgetauscht werden müssen – selbst wenn die Profiltiefe noch in Ordnung ist.

Das Alter der Reifen ablesen
An der Flanke des Reifens ist die so genannte DOT-Nummer ablesbar. Sie besteht aus drei Blöcken zu jeweils vier Zeichen. Das Produktionsdatum wird im dritten Viererblock angezeigt: die ersten beiden Ziffern darin stehen für die Produktionswoche, die letzten beiden für das Produktionsjahr. Lautet die Ziffernfolge also 2205, dann wurde der Reifen in der 22. Kalenderwoche des Jahres 2005 hergestellt. In diesem Beispiel hätte der Reifen im Jahr 2019 bereits 14 Jahre auf dem Buckel und wäre deutlich zu alt, um Fahrsicherheit zu gewähren.

Was lässt Reifen (schneller) altern?
Selbst bei bester Pflege und Lagerung unterliegen Reifen äußeren Einflüssen, die ihre Haltbarkeit negativ beeinflussen. Chemische und physikalische Prozesse wie Feuchtigkeit, sehr hohe oder sehr niedrige Temperaturen oder UV-Licht beschleunigen das Altern. Auch die ozonhaltige Atmosphäre belastet die Gummimischung, worunter die Haftfähigkeit und die Elastizität des Reifens leiden. Und das unabhängig davon, wie häufig oder selten er gefahren wird.

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